Anfrage von S. Kecke vom 22.08.2019 (Pflege und Zustand der Radwege)

Nachfrage zur Beantwortung der Anfrage vom 20.06.2019 (AntwStR/008/19)

  1. Auf die Frage (1) wurde geantwortet, dass die Radwege regelmäßig 2 bis 4 mal monatlich kontrolliert werden.
    Nach Beobachtung ist der Radweg im Gernröder Weg stadtauswärts nahe der Kreuzung Harzweg seit mehr als 2 Monaten mit Glasscherben verschmutzt. Auf einen Hinweis per E-Mail an gefahrenabwehr@quedlinburg.de vom 06.08.2019 erfolgte bisher keine Reaktion.
    Bei regelmäßiger Kontrolle hätte die Verschmutzung und die damit verbundene Gefahrenquelle längst beseitigt sein müssen.
    Ich möchte wissen, ob die Stadträte sich auf die Antworten zu ihren Anfragen verlassen können, und ob die Stadtverwaltung die Umsetzung ihrer eigenen Aussagen auch kontrolliert und durchsetzt.
  2. Seit dem letzten Wochenende ist der Radweg an der gleichen Kreuzung stadteinwärts auf dem Harzweg mit Sand bzw. Erde verschmutzt, was eine erhebliche Rutschgefahr für Radfahrer darstellt, die in diesem Bereich oft bremsen bzw. Fußgängern ausweichen müssen.
    Auf vielen Radwegen der Stadt kann man allgemein beobachten, dass Verschmutzungen und heruntergefallene Äste und Zweige oft lange nicht entfernt werden. Warum werden Radwege nach besonderen Wettereignissen, wie starkem Regen oder Sturm nicht zeitnah kontrolliert und Gefahrenquellen beseitigt? Auf Straßen wäre das undenkbar. Hier funktioniert die Gefahrenabwehr in der Regel

Antwort: Siehe PDF-Dokument oben

Standpunkt des BfQ zum Sachverhalt:

Zu Frage 1:
„Es wurden keine schwerwiegenden Verunreinigungen festgestellt.“
Eine Hand voll inzwischen vieler kleiner Splitter mag in der Tat keine „schwerwiegende Verunreinigung“ sein. Das reicht aber aus der Perspektive von Radfahrern aus, um einen Reifen platzen zu lassen, oder um vor Schreck ein Ausweichmanöver zu fahren, welches Fußgänger oder den Radfahrer selbst gefährdet – zumal es sich im genannten Fall an einer so schon komplizierten Stelle mit Ampelmasten mitten auf dem Radweg im Bereich einer Kurve handelt.
Ich würde mir also wünschen, dass diejenigen, die die Radwege überprüfen, dieses aus der Perspektive der Radfahrer tun, und an sensiblen Stellen sehr genau hinschauen. Auch wenn das so nicht explizit in irgendeiner Verwaltungsvorschrift steht.

„Diese Eilbedürftigkeit in Sinne der vorgenannten rechtlichen Voraussetzungen war nach Einschätzung des zuständigen Sachgebietes nicht gegeben.“
Das kann nur jemand behaupten, der nicht täglich im Berufsverkehr die genannte Stelle passieren muss.
Nach meiner Einschätzung war die Verschmutzung für Radfahrer genau so gefährlich wie eine Ölspur für Autofahrer auf der Straße. Hier sieht man, dass Radfahrer in den Augen großer Teile unserer Gesellschaft immer noch Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse sind. Das muss sich dringend ändern. Wir alle müssen uns noch mehr um gegenseitiges Verständnis und Aufmerksamkeit bemühen.

Zu Frage 2:
Auch wenn die Verschmutzung letztendlich beseitigt wurde, so hat es doch entschieden zu lange gedauert. Die Gefahrensituation bestand ca. 4 Wochen.

Die weitere Sensibilisierung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung ist sicher der richtige Weg. Dazu können auch wir Radfahrer beitragen, indem wir der Verwaltung durch Hinweise auf Gefahrenstellen helfen, diese schneller zu erkennen und zu beseitigen.
Und in manchen Fällen sollten auch wir Radfahrer durch unser umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten dazu beitragen, die Befahrbarkeit der Radwege zu sichern. Kleinere Verschmutzungen kann man auch selbst mal beseitigen, um eine Gefährdung zu beseitigen. Nur bei Glasscherben geht das selten, weil hier ohne Hilfsmittel ein Verletzungsrisiko besteht.

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