Steffen Kecke

Kecke-2014Steffen Kecke
51 Jahre
verheiratet
2 erwachsene Töchter
Diplommathematiker

Meine Bilanz nach fast 5 Jahren im Stadtrat von Quedlinburg – oder warum ich trotzdem wieder kandidiere

Nach dem Erfolg des Erhaltes der Stadtwerke in kommunalem Eigentum bin ich seit 2009 gemeinsam mit 3 weiteren Fraktionskollegen des „Bürgerforum Quedlinburg“ im Quedlinburger Stadtrat. Voller Vorfreude und Elan ging ich an die neue Aufgabe heran. Ich arbeite seither neben der „normalen“ Stadtratstätigkeit in mehreren Gremien mit. So bin ich Mitglied des Kultur-, Tourismus- und Sozialausschusses (KTSQ), der Ratsversammlung Reichenstraße und des Aufsichtsrates der QTM.

Die Bilanz nach fast 5 Jahren: Ernüchterung.

Warum? Was ist passiert?
Die Stadtverwaltung sowie ein großer Teil des Stadtrates sind geprägt von Angst vor weiterer Verschuldung, Mutlosigkeit und Stillstand.
Angesichts der „dramatischen Haushaltslage“ und der geforderten Konsolidierung steht das Quedlinburger Rathaus – und damit leider die ganze Stadt – für „Geht nicht“, „Können wir uns nicht leisten“, „Ist keine freiwillige Aufgabe“, „Ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich“ und andere negative Aussagen.
Die Wahrnehmung der „Stadt“ in der eigenen Bevölkerung und leider auch von außen ist so negativ, wie es negativer kaum geht. Allein die vielen von der Einzigartigkeit Quedlinburgs begeisterten Touristen trösten etwas darüber hinweg.
Sie sehen völlig unvorbelastet das wirklich Wichtige in Quedlinburg. Und das ist eine großartige Stadt, die Jahrhunderte alte Baukunst und Geschichte ausstrahlt, in der viele tolle und engagierte Menschen leben und wirken. Sie sind erstaunt, was in einer so kleinen Stadt an Kultur und Bürgerengagement möglich ist.

Als unverbesserlicher Optimist und bestätigt von einzelnen „kleinen Erfolgen“ in der auslaufenden Legislaturperiode möchte ich es noch einmal versuchen – wenn auch Sie es wollen und mich wählen. Ich will auch Ihre Interessen vertreten,

  • wenn ich mich quer stelle und immer wieder vermeintlich alternativlose Dinge hinterfrage,
  • wenn ich immer wieder für ehrliche und öffentliche Diskussion aller wichtigen Themen in Quedlinburg eintrete und Entscheidungen „im stillen Kämmerlein des Rathauses“ nicht mehr akzeptiere,
  • wenn ich mich im Stadtrat für Investitionen in Wirtschaft, Kultur, Bildung und soziales Leben stark mache,
  • wenn hoffentlich im nächsten Jahr ein kleines Wunder geschieht und Quedlinburg einen neuen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin bekommt und im Rathaus endlich ein Geist einzieht, der das Potenzial der Stadt und ihrer Bürger erkennt und aktiv nutzt, um die Stadt in die Liga zu bringen, in die sie auch gehört.

Eine große Bitte habe ich allerdings an Sie und alle anderen Quedlinburger:
Bitte resignieren Sie nicht! Mischen Sie sich konstruktiv ein! Wenden Sie sich mit Ihren Problemen, Wünschen und Ideen an Personen Ihres Vertrauens – egal welcher Partei oder Wählervereinigung sie angehören.
Auch in Quedlinburg gilt: „Wer etwas ändern will, muss zuerst sich selbst ändern“.

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